Die Plätzwiese mit der formvollendeten Cristallogruppe im Süden. Die Rundsicht vom Dürrenstein, eine der schönsten und ausgedehntesten in den gesamten Dolomiten.
Da muss man in den Dolomiten schon kräftig Ausschau halten, um ein dem Dürren-stein ebenbürtiges Proszenium zu finden. Wahre Almauftriebe an Schönwettertagen und ein kaum je menschenleerer Gipfel sind die Folgen.
Den imposanten Nord- und Ostwänden des Berges steht eine riesige geneigte Süd-westflanke gegenüber, die den einfachen Zugang von der Plätzwiese her ermöglicht.
Ein Vergleich mit dem Plattkofel in den Grödner Dolomiten ist angebracht, denn beide Berge haben ähnliches Profil, besitzen eine zwar leichte, aber lange und anstrengende Normalroute.
Gleich bei den Gastbetrieben auf dem breitem Weg (Nr. 40) über die zirbenbestande-nen Wiesen der Dürrensteinalm nach Osten aufwärts zum querenden Dolomiten Hö-henweg Nr. 3 und zu einer Linkskehre. Nun nordwärts die steilen, felsdurchsetzten Grashänge der Dürrenstein-Südwestflanke mühsam z.T. in Kehren aufwärts, zuletzt über Geröll an den Südkamm des Berges und zu einem Vorgipfel. Kurz hinab in einen Satel, dann über Felsstufen (Drahtseil) empor zum höchsten Punkt des Dürrensteins.
Abstieg auf gleichem Weg.
Unschwierige aber anstrengende Bergtour. Trittsicherheit und Schwindelfreiheit nötig! Nur bei gutem Wetter!